Sonntag, 23. September 2012

Wochenendreise zu den Ureinwohnern in den Bergen Taiwans :D


22.09.2012
Heute hieß es um 5:30 am aufstehen, und um 6 am los zur Company von meinem Hostvater. Dort haben wir uns mit den anderen Mitarbeitern und deren Familien getroffen. In einem komfortablen Bus, der sogar mit Karaoke ausgestattet war und sehr große sitze hatte ging es dann los. 
der bus mit meiner Gastmutter und meinem Gastbruder

Unser erster Stopp nach über einer Stunde fahrt durch die Berge war eine "Firma", die nur Schokolade verkauft hat. Wir haben dort sogar unsere eigenen Schokoladen Lollies gemacht ;) echt lecker. Ich habe mich außerdem viel  mit einer Frau unterhalten, die wie sich lustiger Weise herausstellte die Schwester, des Gastvaters von einer meiner Freundinnen ist :).  Außerdem hat sie vor vielen Jahren für ein Jahr in Deutschland gelebt.
In den kleinen Bechern ist flüssige Schokolade, die kann man dann in die Formen gießen und mit Nüssen und co. füllen. v. hinten ;) mein Gastvater, links daneben mein Gastbruder und meine Mutter.

Meine Lollos :D fertig gefüllt.

Unser nächster Stopp nach weiteren 40 min. fahrt war in einem kleinen Dorf, dass sich viel mit den Ureinwohnern Taiwans beschäftigt, wo wir in einem Restaurant Lunch gegessen haben. Das Essen war mal wieder sehr lecker. Wir sind noch an einem Tempel vorbeigegangen und durch kleine überfüllte Straßen, wo es viele kleine Läden gab.
Das Restaurant mit "Ureinwohner Essen" :) die Personen müsstet ihr ja jetzt langsam kennen.

Meine Schüssel, die Hakka essen alles, haben wir bei den kleinen Fischen auch gemacht, man steckt einfach den ganzen Fisch in den Mund und kaut die Knochen durch. Die Taiwaner glauben, dass der Kopf des Fisches das gesündeste und leckerste ist, ich habe erlich gesagt keinen großen Unterschied geschmeckt :)

Der dritte Stopp war auf dem Weg zu unserem Hotel bei einem kleinen Bach. Ich konnte ja leider wegen meiner Verletzung nicht ins Wasser aber konnte es trotzdem nicht lassen über die Steine zu klettern :D.
Ich auf dem größten Stein :D

Im Hotel, das mehr eine Hütte in den Bergen ist, hatten wir eine Std. Pause. Danach haben wir selbst Tee nach Art der Ureinwohner gemacht, das wird in der Gegend wo ich mein Wochenende verbracht habe oft gemacht, da hier noch einige Ureinwohner leben.  Zuerst wird der Tee per Hand gemahlen, danach heißes Wasser dazugegeben und gerührt. In den Tee tut man noch eine Art Popkornreis und er schmeckt sehr gut. Nach dem Tee haben wir eine Art Reis teig gemacht, der musste erst gestampft werden, bis er ganz klebrig ist. Danach wird er in kleingeriebenen Peanuts eingelegt und ist echt lecker, kann man hier auch über all kaufen. 
Vorne die Schüssel mit dem Tee, links daneben kleine Schalen mit dem Popcorn Reis

So haben wir den Reisteig gestampft 

Hier sieht man wie klebrig das ist :) der Teig wird dann vorne in den Erdnüssen eingelegt...

...und kann dann so von den Stäbchen gegessen werden.
Danach haben wir große Laternen bemalt, die wir dann wie einen Heißluftballon in den Nachthimmel aufsteigen lassen haben.


Später am Abend hatten wir alle zusammen Barbecue mit einem ganzen Spanferkel :D und viel anderem Fleisch, Würsten, Mais und Gemüse. Dort waren auch ein paar kleine Kinder zwischen 4 - 10 Jahren, dessen English natürlich nicht so gut war, aber die waren voll süß :) sie haben mir die ganze Zeit versucht mehr chinesisch bei zu bringen. Ich konnte mich mit meinem Chinesisch sogar schon ein bisschen mit ihnen verständigen. Und es hat echt super viel spaß gemacht, da die mich manchmal einfach auf Chinesisch vollgelabert haben. 
Nach dem Barbecue sind wir noch in ein KTV (Karaoke) gegangen, ich fand es ganz witzig, aber ich glaube für Taiwanesen ist das total geile Party und ein heiden Spaß :) Die Lieder sind so langsam, dass ich fast eingeschlafen bin und sich die eine Frau sogar fast selbst in den Schlaf gesungen hat :D.

23.09.2012
Heute Morgen sind wir nach einem grauseligem Frühstück mit dem Bus losgefahren vorbei an einem Haus voller Hakenkreuze (aber in die falsche Richtung, das kommt aus dem Buddhismus, ist auch in vielen Tempeln zu finden). Darüber waren Bilder von den Ureinwohnern (Hakka), die eine Zeremonie an einem See vollführen, bei der sie 3 Tage lang Tanzen. Danach sind  wir in ein  Dorf gegangen wo noch ein paar Ureinwohner leben, das liegt mitten im Urwald, wie so ziemlich alles hier. Unser Führer hat uns viele Pflanzen erklärt und alte Geschichten erzählt der Hakka erzählt. Wichtige Sachen hat mir die nette englisch sprechende Frau von gestern erzählt. An den Häusern sind über all Bilder von den Tätigkeiten der Hakka. 
Ein bemaltes Haus bei dem Tanzfest.

Ein bemalter Stein, bei dem die Hakka den Reisteig herstellen.
Wir haben uns auch deren Traditionelle Tänze angeguckt und mitgetanzt (mit meinem verletzten Bein natürlich ein bisschen eingeschränkt). Alles ist super interessant aber hier sind definitiv zu viele stechende Insekten, die nur weiße Europäer mögen!
Die Hakka beim Tanzen

Nach 10 min. Busfahrt sind wir ca. 2 km durch den Regenwald gewandert. Das war total interessant, neben dem Pfad floss auch ein kleiner Fluss an dem wir ein paar Vögel und Insekten beobachten konnten. Die Natur dort ist einfach super schön. Danach gab es erst mal Traditionelles Mittagessen in einem Restaurant wo auch Traditionelle Musik gespielt wird. 
Am Fluss im Regenwald

Nach den nächsten 30 Minuten Busfahrt auf einen Berg sind wir eine halbe Stunde um einen See gewandert. Die Völker der Ureinwohner leben in den Bergen, da sie von den Festlandchinese , die sich an der Westküste breit gemacht haben verdrängt wurden. 
eine Kleine Map von Taiwan, die verschiedenen Völker der Hakka leben heute in den farbig gekennzeichneten Bereichen. Ich war in dem kleinen roten Bereich über dem Orangenen.

Unser letzter Stopp war an einem Tempel, der in einer Schlucht zwischen den Bergen liegt. Umgeben von wieder einmal schönen Pflanzen, Blumen und Tieren.
Die Schlucht bei dem Tempel
Meine Wunde ist jetzt ein bisschen überreizt, da ich ja eigentlich nicht so viel laufen soll aber ich hoffe das es morgen wieder besser geht.

1 Kommentar:

  1. Man sollte sich schon ein bißchen informieren. Die Hakka gehören nicht zu den Ureinwohnern. Es sind chinesische Einwanderer (ab 600 , dann im 13. Jh). Man zählt sie zu den 8 Gruppen von Han-Chinesen und sie machen etwa 1/5 der Bevölkerung Taiwans aus.

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