Freitag, 1. März 2013

Chinesisches Neujahrsfest 2.0


10.02.2013
Heute wollten wir eigentlich Fahrräder ausleihen und eine Fahrradtour machen, aber es war alles geschlossen, deshalb haben wir einfach einen kleinen Spaziergang am Fluss entlang gemacht. Später sind wir zu einem Berg gefahren, zu dem mein Gast Opa meinen Vater immer mithingenommen hatte als er noch klein war. Auf dem Berg gibt es viele Erdbeerplantagen, die viele verschiedene Erdbeerprodukte anbieten, Eis und sogar Bratwurst mit Erdbeeren in drinnen, die haben gar nicht  so schlecht geschmeckt. Auf der Spitze des Berges ist ein Tempel. Der weg dorthin ist mit tollen lichtern ausgeleuchtet. Viele Leute machen sich schon früh morgens auf den Weg um den Berg zu besteigen so, dass sie rechtzeitig zum Mittagessen am Tempel ankommen. Außerdem wird natürlich gebetet, dazu zündet man Räucherstäbchen an (eines für jeden Gott des jeweiligen Tempels), verbrennt symbolisches Geld, opfert Früchte und vieles mehr. Wir sind auch erst im Dunkeln wieder gegangen und konnten von der Spitze des Tempels noch einen Schönen Ausblick über Taipei genießen.
Das große Tor als Eingang zum Tempel.
Ich habe auch ein paar Räucherstäbchen angezündet.


Die ganzen Opfergaben in der Haupthalle.
 11.02.2013
Heute haben wir dann auch die Fahrradtour nachgeholt. Unser Ziel war Tamsui am nördlichsten Ende Taipeis, wo der Tamsui river ins Meer fließt. Auf dem Weg sind wir in Guandu vorbei gekommen, wo es auch einen wunderschönen riesigen Tempel gibt. Im Chinesischen gibt es nicht nur den Tempel, sondern er wird eingeteilt in weiblichen Tempel Gong, so wie der in guandu oder miao (männlich), das hängt immer von dem Gott ab. Der Tempel in Guandu besteht eigentlich nur aus Kunstwerken. Ich hätte mich dort einen ganzen Tag lang aufhalten können. 
Hier sieht man den Tempel, links auch ein kleiner Turm zu erkennen, der auch mit dazu gehört.

Hier in der Haupthalle sieht man wie viele Menschen da waren und den ganzen Rauch durch die vielen Räucherstäbchen.
Leider hatten wir aber nicht so viel Zeit. Wir haben uns auch noch auf dem kleinen Wochenendmarkt umgeschaut, der aber eher einem Nachtmarkt bei Tag ähnelt, also gab es wieder viel lecker essen. Irgendwann sind wir nach einer langen fahrt in strahlendem Sonnenschein am Fluss entlang doch noch in Tamsui angekommen, wo wir unsere Fahrräder bei einer Station abgeben konnten. In Tamsui war es super voll mit Menschen, die alle das tolle Wetter genießen wollen und mit Familie oder Freunden unterwegs waren. Wir sind also ein bisschen die Promenade entlang spaziert und haben natürlich wieder fleißig gegessen. Am Schluss sind wir noch über einen Nachtmarkt gegangen und danach mit der MRT wieder nach hause gefahren. So viele Menschen hatte ich bisher noch nicht in der MRT gesehen und sowieso noch nie so viele Menschen auf einem Haufen. Wir haben uns also nach einer verhältnismäßig kurzen Wartezeit mit hunderten anderen Menschen in die MRT gequetscht um unseren einstündigen Weg nach Hause an zu treten.
Kleine Pause beim Fahrradfahren.

Hier die MRT Station.
13.02.2013
Heute waren dann mal die Freunde dran, was bei dem Chinesischen Neujahrsfest auch mit dazu gehört. Nicht so wie bei unserem Weihnachten wo es bei dem eigentlichen Fest natürlich auch um die wichtigen Menschen in unserem Leben geht, aber doch mehr um die Familie. In Taiwan trifft man sich an manchen Tagen des Chinesischen Neujahrs also auch mit seinen Freunden. Ich habe mich mit ein paar Austauschschülern in Ximen getroffen. Wir haben einfach ein bisschen rumgehangen und unsere Erlebnisse ausgetauscht und uns später noch einen Film im Mtv angesehen.
Fast alle Austauschschüler sind außerdem über die Ferien mit ihren Familien in den Süden Taiwans gereist. Meine Familie wollte auf jeden fall in Taipei bleiben, da das über Neujahr die „leerste“ Stadt Taiwans ist und der Rest Taiwan im Stau und Menschenmassen erstickt.

14.02.2013
Heute wurde ich von meinen Klassenkameraden eingeladen mit ihnen ins KTV zu gehen. Auch wenn ich kein begeisterter Singer bin und die meisten Songs sowieso nur auf Chinesisch sind, habe ich mich doch mal dazu überreden lassen.  Am Nachmittag habe ich mich mit meinem Gastvater zum Billard spielen verabredet. Er hat früher sehr viel gespielt, und da ich mich hier jetzt öfters mit meinen Freunden zum Billard spielen verabrede, wollte er auch gerne mal mit mir los.

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